Logo
Direkt zum Inhalt springen

Zur Hauptnavigation springen

Schnellsuche:

  • Bitte wählen Sie die Schriftgröße:
  • Klein: Kleine Schriftgröße
  • Mittel: Mittlere Schriftgröße
  • Groß: Große Schriftgröße

Sie befinden sich hier: Startseite - Unternehmen - Aktuelles - Aktuelles Archiv 2011 - 04.05.11 Gedenktafel Myra Warhaftig

Pressemitteilung: 4. Mai 2011

Gedenktafel für Myra Warhaftig an der Dessauer Straße 39, Berlin-Kreuzberg enthüllt

Das Haus Dessauer Straße 39 in Kreuzberg trägt nun eine Gedenktafel zur Erinnerung an die jüdische Architektin Myra Warhaftig. Nach ihren Plänen wurde es im Zuge der Internationalen Bauausstellung (IBA) Ende der 1980er Jahre errichtet. Sie wohnte seit 1993 darin und starb im März 2008. Im Beisein der Töchter Orly und Tomari Warhaftig sowie des Vorsitzenden der Historischen Kommission Prof. Dr. Wolfgang Ribbe wurde die Gedenktafel am 3. Mai 2011 enthüllt. Die Initiative dafür ging von der Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten e.V. aus und wurde von der degewo, Berlins größtem Wohnungsunternehmen und Hauseigentümerin unterstützt.

Die helle Klinkerfassade des viergeschossigen Wohnhauses in der Kreuzberger Dessauer Straße 39 ist von zurückhaltender Nüchternheit. Das Konzept der Architektin Myra Warhaftig konzentrierte sich auf einen neuen Wohnungszuschnitt. Er sollte vor allem Frauen und Kindern mehr Entfaltungsmöglichkeiten bieten.

Warhaftig wollte weg von der modernistischen Funktionsküche. Ihr damals progressiver Ansatz sah eine offene „Wohn-Raum-Küche“ als Zentrum des täglichen Lebens vor, fließende Räume, die ineinander übergehen und fast keine Türen brauchen. Dieser Ansatz ist mehrfach bemerkenswert: Zum Einen war „emanzipatorisches Bauen und Wohnen“ in der von Männern dominierten Architekten-Welt bis dato fremd.
Zum Anderen betrat sie mit ihrem Konzept auch Neuland im sozialen Wohnungsbau. Konsequenterweise bezog Warhaftig selbst eine der Wohnungen, die von der degewo nach der Fertigstellung 1993 vergeben wurden.

Über ihre Wohnvision hatte Wahrhaftig bereits 1978 ihre Dissertation verfasst.
Sie zu realisieren war der engagierten Architektin jedoch nicht genug. Also widmete sie sich einer neuen Lebensaufgabe:
Mehr als zwei Jahrzehnte forschte die aus Israel stammende Berlinerin nach jüdischen Architekten, die während des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. 2005 erschien ihr Vermächtnis: ein Lexikon mit 500 Biografien. Es zeigt vor allem Gebäude in Berlin, von denen kaum einer mehr wusste, dass sie von jüdischen Architekten erbaut worden waren.

„Die Aufrichtigkeit und die Beharrlichkeit von Myra Warhaftig verdienen großen Respekt. Deswegen stimmten wir der Anbringung einer Gedenktafel an unserem Haus Dessauer Straße 39 gern zu und danken der Gesellschaft zur Erforschung des Lebens und Wirkens deutschsprachiger jüdischer Architekten für ihre Initiative“, unterstreicht degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka.
 

Die degewo ist das führende Wohnungsunternehmen in Berlin. Mit über 71.000 verwalteten Wohnungen und rund 600 Mitarbeitern zählen wir zu den größten und leistungsfähigsten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Unsere Bestände befinden sich in fast allen Stadtteilen Berlins, und wir verbessern stetig unseren Service, so dass wir den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Stadt Berlin und ihre Menschen.


Zusatzinformationen

Kontakt Presse

Herr
Klaus-Peter Doettloff
Feuchtwangerweg 7
12353 Berlin
E-Mail

Download