Sie befinden sich hier: Startseite - Unternehmen - Aktuelle Meldungen - Archiv 2011 - 03.05.11 Umfrage Klimaschutz und Mieten
Pressemitteilung: 3. Mai 2011
Umfrage „Klimaschutz und Mieten“:
- Berliner befürworten energetische Modernisierung
- Nur jeder Zweite will dafür auch bezahlen
- Mehrheit hält Versprechen der Politik, die Berliner Mieten zu begrenzen, für unrealistisch
degewo modernisiert 5.725 Wohnungen bis 2015 und investiert 262 Mio. Euro
79 Prozent der Berliner sind mit der eigenen Wohnsituation zufrieden, 87 Prozent meinen, dass Investitionen in die energetische Modernisierung wichtig sind, aber nur 53 Prozent akzeptieren eine Kostenbeteiligung der Mieter. Das sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der INFO GmbH im Auftrag der degewo. „In den kommenden fünf Jahren wird die degewo 5.725 Wohnungen energetisch modernisieren und 262 Millionen Euro investieren. Die große Zustimmung der Berlinerinnen und Berliner für diese auch unter Klimagesichtspunkten wichtigen Sanierungsmaßnahmen, ist für uns eine enorme Bestätigung“, sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka bei der Präsentation der Studie im Rahmen der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.
In der südlichen Gropiusstadt, in Marienfelde, den Tempelhofer Alboinhöfen und dem Weddinger Schillerhof modernisiert Berlins führendes Wohnungsunternehmen in den kommenden fünf Jahren vor allem unter energetischen Gesichtspunkten. Neue Fenster, Heizungen und Bäder, sowie Fassadendämmungen gehören hier zum Standardprogramm. „Der Wohnkomfort ist anschließend deutlich höher und die Wohnnebenkosten sinken deutlich“, sagt Frank Bielka. Die Mietsteigerungen fallen bei der degewo nach der Modernisierung moderat aus. In den 436 bereits fertig gestellten Wohnungen im Feuchtwangerweg in der Gropiusstadt stieg die Warmmiete um elf Prozent von 7,07 Euro auf 7,83 Euro an.
Grundsätzlich liegt die degewo mit ihren Mieten unter Mietspiegel-Niveau. Im Konzern-Durchschnitt werden sie bei 5,03 Euro nettokalt notiert – und damit unter der ortsüblichen Vergleichsmiete von 5,16 Euro für den Bestand der degewo (Stand: 31.12.2010).
Sind die Berliner von energetischen Modernisierungen überzeugt? Wie beurteilen Sie ihre Wohnsituation? Und was halten sie von den Plänen der Politik, die Mieten in Berlin zu begrenzen? Im Auftrag der degewo hat das Berliner Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH 1.043 Berlinerinnen und Berliner im April befragt.
Mit ihrer persönlichen Wohnsituation sind 79 Prozent der Hauptstädter zufrieden. Wobei die Zustimmung im Ostteil der Stadt mit 84 Prozent um 8 Prozent höher liegt, als im ehemaligen Westteil. Am zufriedensten sind die Lichtenberger und Spandauer (jeweils 88 Prozent). Am unzufriedensten dagegen die Bewohner von Mitte (66 Prozent).
Eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent der Berliner befürwortet Investitionen in energetische Modernisierungen. Die höchsten Werte kommen hier aus Pankow (91 Prozent) und Spandau (89 Prozent), die niedrigsten aus Treptow-Köpenick (79 Prozent). Auch über die Parteigrenzen hinweg ist die Zustimmung groß. Vor allem Wähler der Grünen (93 Prozent) und der SPD (92 Prozent) halten Investitionen in diesem Bereich für notwendig.
Wenn es aber um das Bezahlen geht, dann ergibt sich ein anderes Bild. Nur 53 Prozent der Befragten befürworten, dass Mieter sich an den Kosten einer energetischen Modernisierung beteiligen sollten – über eine Umlage oder eine höhere Miete. 40 Prozent lehnen das ab. Ein Ergebnis, dass sich nicht mit den Erfahrungen der degewo deckt. „Wir legen Wert auf die Mieterkommunikation und unsere Mieter reagieren im konkreten Fall positiv. Dennoch werden wir künftig noch stärker unseren Mietern gegenüber erklären müssen, dass wir die Investitionen nicht zum Selbstzweck vornehmen“, sagt das degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka.
Ab September wird ein Hochhaus in der Waldsassener Straße in Marienfelde saniert. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Energieeinsparung hier 48 Prozent betragen, was einem monatlichen Einsparpotenzial von 0,50 Euro pro Quadratmeter entspricht. „Diese Potenziale müssen wir künftig noch deutlicher kommunizieren“, sagt Bielka. Sein Vorstandskollege Christoph Beck ergänzt: „Klimaschutz und energetische Modernisierung kann es nicht zum Nulltarif geben. Investitionen müssen sich refinanzieren und ein Vermieter kann seiner Investitionspflicht auch nur bei entsprechender Wirtschaftlichkeit nachkommen. Daher sehe ich auch die Politik in der Pflicht, hier den Vermittlerauftrag mit zu übernehmen.“ Dass städtische Wohnungsunternehmen wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, also keine Verluste machen, wollen 67 Prozent der Berlinerinnen und Berliner.
Die Versprechen der Politik, den Anstieg der Mieten in Berlin langfristig begrenzen zu können, halten 67 Prozent der Berliner für nicht realistisch. Lediglich 8 Prozent der Befragten glauben, dass dies tatsächlich möglich ist. Ein sehr geteiltes Bild bietet die Hauptstadt auch bei der Frage, ob künftig mehr neue Wohnungen gebaut werden sollten. 42 Prozent befürworten das, 32 Prozent lehnen dies ab. In Mitte (55 Prozent), Marzahn-Hellersdorf (51 Prozent) und Pankow (50 Prozent) ist der Wunsch nach mehr Neubauten am größten. Deutlich weniger Interesse daran haben die Lichtenberger (28 Prozent).
Die degewo ist das führende Wohnungsunternehmen in Berlin. Mit über 71.000 verwalteten Wohnungen und rund 600 Mitarbeitern zählen wir zu den größten und leistungsfähigsten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Unsere Bestände befinden sich in fast allen Stadtteilen Berlins, und wir verbessern stetig unseren Service, so dass wir den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Stadt Berlin und ihre Menschen.
