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Projekt: Albert-Schweitzer-Straße

Ziel: energiegerechte Sanierung
Solaranlage
Modellprojekt Albert-Schweitzer-Straße 31-40
Detailkonzept Albert-Schweitzer-Straße 36-40
Detailkonzept Albert-Schweitzer-Straße 31-35
Beteiligte

Ziel: energiegerechte Sanierung

Unseren innovativen Lösungsansatz haben wir an einem Modellprojekt in der Albert-Schweitzer-Straße 31-40 verwirklicht. Ziel war es, neben der nachhaltigen Einsparung von Heizenergie, vor allem den Lüftungskomfort zu erhöhen.

In der Albert-Schweitzer-Straße wurde eine Reduzierung des Energieverbrauchs auf unter 50 Prozent der bisherigen Werte erreicht. Weiterhin wurde eine deutliche Verbesserung des Wohnkomforts in puncto Luftqualität und Schalldämmung erzielt, verbunden mit der Automatisierung der Heizungs- und Lüftungsregelung.

Solaranlage

Mit Großdisplays in zwei Hauseingangsbereichen werden die Erträge der Solar- und Wärmepumpenanlage für unsere Mieter transparent gemacht“

Modellprojekt Albert-Schweitzer-Straße 31-40

Besseres Wohnklima plus Klimaschutz. Das wurde mit unserem Niedrigenergie-Sanierungsprojekt im Köpenicker Albert-Schweitzer-Viertel erreicht. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie konnte ein intelligenter Mix aus baulichen Maßnahmen und Einsatz energiesparender Technologie realisiert werden. Resultat: Der Heizenergieverbrauch konnte um 60 Prozent gesenkt werden, Probleme durch zu hohe Raumfeuchtigkeit treten nicht mehr auf.

  

Maßnahmen im Überblick:

  • Wärmedämmung auf oberster Geschossdecke mit 20 cm Dämmstoffdicke
  • Außenwanddämmung mit 14 cm und im Giebelbereich 20 cm Dämmstoffdicke
  • Wärmedämmung der Kellerdecke und der Decke über den Eingangsfluren von unten mit 10 cm Dämmstoffdicke
  • Zur Nordseite k-Wert-optimierte Dreifachverglasungen in hochisolierenden Rahmen
    (KF < 1,0 W/m²K). Nach Süden Zweifachverglasungen mit Kryptonfüllung, Rahmen als
    4- oder 5-Kammerprofil (KF < 1,25 W/m²K)
  • Abdichtung von Decken- und Wanddurchführungen von Heizungsrohren und geschossweise Abdichtung der Installationsschächte durch im Brandfall aufschäumende Baustoffe
  • Reduzierung der Vor- und Rücklauftemperaturen im Heizungssystem und Einbau modernster Heizungspumpen
  • Umstellung auf zentrale Trinkwarmwasserbereitung mit Zirkulation

Die Wohnungen mit innen liegendem Bad und innen liegender Küche wurden vorher über Auftriebsstränge entlüftet, was zu zahlreichen Beschwerden wegen mangelhafter Lüftungsleistung und Geruchsübertragung führte.

Detailkonzept Albert-Schweitzer-Straße 36-40

  • Eine Zu- und Abluftanlage mit zentralen Lüftern auf dem Dach wurde realisiert. Im Installationsschacht wurden in jeder Wohnung ein Lüftungswärmetauscher installiert, wo die Wohnungsabluft die gefilterte Zuluft vorwärmt.  
  • Über ein Kanalsystem im Wohnungsflur wird die Zuluft in die Wohnräume eingebracht.
  • Der Mieter kann über Taster eine Bedarfslüftung in Küche oder Bad einschalten.
  • An den Heizkörpern wurden programmierbare Thermostatventile installiert. Der Mieter kann seine Heizzeiten mit den Nutzungszeiten seiner Räume abgleichen und bei geöffnetem Fenster wird das Heizungsventil automatisch geschlossen.
  • Eine Solaranlage mit 66m² Flachkollektoren hat für die Trinkwarmwasser-Bereitung eine Deckungsrate von 30-40%.
  • Durch diese Maßnahmen wird im Bestand ein Heizenergieverbrauch erzielt, wie ihn die Energieeinsparverordnung im Neubau fordert.

Detailkonzept Albert-Schweitzer-Straße 31-35

  • Für eine bedarfsgeführte Abluftanlage wurde das Riecon-System der Fa. Dr. Riedel Automatisierungstechnik ausgeführt. Alle wichtigen Funktionen sind in das System integriert (Raumtemperaturregelung, Grund- und Bedarfslüftung, Schließen des Heizungsventils bei geöffnetem Fenster, Heizkostenerfassung). In der Grundlüftung wird ein 0,3-facher Luftwechsel realisiert. 
    Das System registriert vom Nutzer ausgelöste Bedarfslüftung und Fensterlüftung. In Zeiten mit abgesenkter Raumtemperatur wird bis zu einem 0,5-fachen Luftwechsel durch das System selbstständig „nachgelüftet“. 
  • Nutzung der gesammelten Wohnungsabluft durch eine Wärmepumpe als Wärmequelle für die bivalente Trinkwarmwasserbereitung

Um für unsere Mieter Transparenz über die Ergebnisse der Solaranlage zu schaffen, haben wir an einem Gebäudeeingang ein Großdisplay installiert. Das Projekt wurde mit dem Titel KlimaSchutzPartner des Jahres 2002 ausgezeichnet.

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Lawitzka

Beteiligte

  • Projektabwicklung:
    Projektträger PTJ im Forschungszentrum Jülich, Dipl.-Ing. Dummin, Dipl.-Ing. Kraatz
  • Bauherr, Projektleitung, Architektur, Bewohnerberatung:
    degewo Köpenicker Wohnungsgesellschaft mbH, Dipl.-Ing. Architekt Brüggemann, Dipl.-Ing. Herz,
  • Haustechnische Planung:
    degewo Köpenicker Wohnungsgesellschaft mbH, Ing. Jödicke VDI, Ingenieurbüro Gneise 66 Berlin, Dipl.-Ing. König, Dipl.-Ing. Wegewitz, Dipl.-Ing. Urbanowicz
  • Gutachten Lüftung:
    Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken, Berlin, Dipl.-Ing. Heinz, Dipl.-Ing. Markfort
  • Gutachten Kollektoranlage:
    Ingenieurbüro Solarpraxis Supernova Berlin, Dipl.-Ing. Schnauss
  • Energiekonzept, Begleitforschung, Gesamtauswertung, Dokumentation:
    ASSMANN Berlin, R+K Stuttgart, Dr. Kerschberger, Dipl.-Ing. Kloos, Dipl.-Ing. Hart-mann, Dipl.-Ing. Prange

Zusatzinformationen

Kontakt

degewo AG
Potsdamer Straße 60
10785 Berlin
Tel.: 030 26485-3123
Fax: 030 26485-3109
E-Mail