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Nebenkosten senken

Projekt Emrichstraße

Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen sowie eine energetische Sanierung werten die beliebte degewo-Wohnanlage in der Emrichstraße in Berlin-Friedrichshagen auf und sorgen für geringere Nebenkosten und reduzierte CO2-Emissionen.

In Berlin-Friedrichshagen verwalten wir rund 950 Wohnungen aus den 60er Jahren. In unmittelbarer Nähe zu einer beliebten Einkaufsstraße sowie zur wald- und seenreichen Umgebung Berlins gelegen, ist diese Wohnanlage bei unseren Mietern sehr beliebt.

Wärme und Sonne im Doppel

Die Gebäude in der Emrichstraße wurden 1965 errichtet – als eine der ersten Anlagen mit geschosshohen Wandelementen. Damit zählen sie zu den Vorläufern der Plattengebäude und galten schon damals als Experimentalbauten. Die Wohnungen verfügen über 2 bis 3 Zimmer, bzw. Wohnflächen von 52 bis 72 Quadratmetern. Küche und Bad sind außen gelegen und haben je ein Fenster. Nach über dreißig Jahren Nutzungszeit war die Haustechnik im Gebäude verschlissen und die Fenster und Fassaden entsprachen nicht mehr heutigen Anforderungen. Zunächst wurde die gesamte Sanitär- und Elektrotechnik im Gebäude ausgetauscht und erweitert. Elektrosteigestränge wurden neu verlegt, die Installationen in Küche und Bad erneuert und von Gasdurchlauferhitzern auf zentrale Warmwasserbereitung umgestellt. Hinzu kamen neue Sanitärstränge für Ver- und Entsorgung.

Parallel – Wärme dämmen und gewinnen

Im Fokus des Modellvorhabens stand der erstmalige Einsatz von transparenter Wärmedämmung (TWD) an Plattenbauten in Deutschland. Das Besondere an TWD: die Kombination von Wärmeschutz mit solarer Wärmegewinnung. Das transparente Dämmmaterial ermöglicht hohe Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung nach innen bei geringen Wärmeverlusten nach außen. TWD eignet sich besonders für den Einsatz an den in den betreffenden Gebäuden verbauten einschaligen Betonplatten.

Maßnahmen im Überblick

  • Fassadendämmung mit 14 cm und im Giebelbereich mit 20 cm Dämmstoffdicke
  • Oberste Geschossdecke mit 20 cm und Kellerdecke mit 10 cm Dämmstoffdicke
  • Montage von neuen Fenstern mit k-Werten von 0,6 W/m²K bis 1,1 W/m²K (BAZ)
  • Das Prinzip der freien Wohnungslüftung wurde beibehalten und dafür wurden die
  • Fensterrahmen mit Außenluftdurchlasselementen ausgerüstet.
  • Installation von jeweils 90 m² TWD der Systeme STO und Capatect an der Südfassade von zwei Gebäuden
  • 40 m² Vakuumröhrenkollektoren vom Typ Paradigma CPC 14 für die Heizungsunterstützung und TWW-Bereitung
  • 44 m² Flachkollektoren vom Typ Buderus SKS 2.1 für die TWW-Vorwärmung
  • Der Fernwärmeanschlusswert wurde von 250 kW auf 100 kW gesenkt.
  • Ergänzung der Heizungsanlage im Gebäude 1 mit dem WRE-System der Fa. Dr. Riedel Automatisierungstechnik. Mit diesem innovativen System hat der Mieter umfangreiche Möglichkeiten zur Heizenergieeinsparung und Komforterhöhung.

Kosten: günstig

Nach Abschluss der zweijährigen Messphase steht fest: der Heizenergiebezug der Gebäude wurde um 56 bis 63 Prozent reduziert. Für zukünftige Sanierungen bietet sich der Einsatz von TWD darüber hinaus auch durch vergleichsweise günstige Baukosten an. Durch den geringeren Heizenergiebezug sanken die warmen Betriebskosten um die Hälfte – was wiederum eine noch bessere Vermietbarkeit zur Folge hat. Ein beachtliches Minus ergab sich auch bei der CO2 Einsparung: Sie beträgt jährlich 183.255 Kilogramm.

Einen Preis wert

Das Projekt Emrichstraße wurde im Wettbewerb „Erfolgreiche Beispiele des Betriebskosten- managements der Mitgliedsunternehmen des BBU“ in der Kategorie Gesellschaften mit dem zweiten Preis ausgezeichnet – unter besonderer Anerkennung des innovativen Konzepts zur Verknüpfung von Energieeinsparung, Klimaschutz und Betriebskostensenkung.

Förderung

Das Projekt Emrichstraße wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWA) und Dr. Lawitzka.

Beteiligte

Projektabwicklung:

Projektträger PTJ im Forschungszentrum Jülich, Dipl.-Ing. Dummin, Dipl.-Ing. Kraatz

Bauherr, Projektleitung, Architektur, Bewohnerberatung:

degewo Köpenicker Wohnungsgesellschaft mbH, Dipl.-Ing. Architekt Brüggemann, Dipl.-Ing. Herz,

Haustechnische Planung:

degewo Köpenicker Wohnungsgesellschaft mbH, Ing. Jödicke VDI, Ingenieurbüro Solar-Computer Leipzig Dipl.-Ing. Fröhlich

Gutachten TWD:

Frauenhofer-Instiut für Solare Energiesysteme, Freiburg, Dr. Russ

Energiekonzept, Begleitforschung, Gesamtauswertung, Dokumentation:

ASSMANN Berlin, R+K Stuttgart, Dr. Kerschberger, Dipl.-Ing. Kloos, Dipl.-Ing. Prange

Messungen Baukörper, TWD, blower-door, Thermografie:

BBP Bauconsulting, Berlin, Dipl.-Ing. Hönow, Dr. Kreie