Stadtoasen – Gemeinsam grüne Treffpunkte schaffen

Ein Kind in pinker Jacke befestigt gemeinsam mit einer erwachsenen Person ein Schild im Boden, auf dem "Stadtoase" steht.

Mit ihrem innovativen Projekt „Stadtoasen“ zeigt degewo, wie Wohnhöfe in Wohlfühlorte verwandelt werden können – durch Ideen der Mieterinnen und Mieter, tatkräftige Nachbarschaftsarbeit und die Unterstützung erfahrener Fachleute.

Unser Projekt der Stadtoasen ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem übergeordneten Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Sie machen urbane Lebensräume grüner, nachhaltiger und widerstandsfähiger und leisten so im Kleinen einen wertvollen Beitrag zum großen Ganzen – einer klimafreundlichen Zukunft für Berlin und darüber hinaus.

Was sind die „Stadtoasen“?

Mit den „Stadtoasen“ möchten wir Wohnhöfe und wohnnahe Freiflächen klimatauglich und einladend gestalten. Dabei steht die Zusammenarbeit mit unseren Mietenden im Mittelpunkt. Planung, Umsetzung und Pflege erfolgen gemeinschaftlich. 

Mit diesem Projekt möchten wir Orte schaffen, die mehr sind als grüne Flächen – sie sollen ein Zuhause zum Wohlfühlen, zum Verschnaufen und zum Durchatmen werden. Ein Platz, an dem Nachbarn sich begegnen, gemeinsam gestalten und neue Verbindungen knüpfen können. So schaffen wir nicht nur Freiräume, sondern stärken das Miteinander und das Gefühl von Gemeinschaft.

Katrin Baba-Kleinhans Abteilungsleiterin Quartiersmanagement bei degewo

Nachhaltige Wohnhöfe für eine grünere Stadt

Die Stadtoasen sind weit mehr als Begegnungsorte: Sie basieren auf der Annahme, dass viele unserer Mieterinnen und Mieter bereit sind, einen aktiven Beitrag zu einem umweltfreundlichen, robusten und artenreichen Wohnumfeld zu leisten. Genau hier setzen wir an: mit „blau-grünen“ Projekten direkt vor der Haustür, wie der Entsiegelung von Hofflächen, der Schaffung von Schattenplätzen oder der Anlage und Pflege von Blühwiesen und kluger Wassernutzung für Gärten.

Die Idee hinter den Stadtoasen

Im Frühjahr 2024 hatten unsere Mieterinnen und Mieter in 20 ausgewählten Kiezen die Gelegenheit, ihre Visionen für grüne und nachhaltige Stadtoasen einzureichen. Eine Jury wählte aus zahlreichen Bewerbungen anhand eines Kriterienkataloges vier Gewinnerprojekte aus. Diese Konzepte wurden anschließend in Workshops gemeinsam mit den Mietenden und Planungsteams weiterentwickelt und umgesetzt. „Wir sind beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement unserer Mietenden,“ betont Baba-Kleinhans. "Dieses Projekt zeigt, wie viel Potenzial in unseren Nachbarschaften steckt."

Die Gewinner-Höfe im Überblick

  • Eine einzelne Schaufel steckt aufrecht in einer Rasenfläche vor einem Gebäudekomplex.
    Marienfelder Tor (Marienfelde): Der versiegelte Vorplatz wird durch Pflanzkübel, Regentonnen und schattenspendende Ranken aufgewertet. Janni Dierbach, Sprecherin der Mietergruppe „KLI-MA-TOR 2024“, erklärt: „Unser Ziel ist es, den Platz einladender und klimaresilienter zu machen.“
  • Ein Mann bewässert mit einem Gartenschlauch eine grüne, dicht bepflanzte Anlage. Sonnenlicht fällt durch die Bäume und erzeugt helle Reflexe.
    Fuststraße (Oberschöneweide): Trotz vorhandener Begrünung fehlen Bewässerungsmöglichkeiten. Alexander Finger vom Mieterbeirat erläutert: „Unsere Blühwiesen konnten sich bisher nicht entwickeln, weil das Wasser fehlte. Mit Regentonnen und einem Pflegekonzept wollen wir das ändern.“
  • Luftaufnahme einer gepflegten Gartenfläche neben einem Sandspielbereich. Mehrere Personen arbeiten an Beeten und setzen neue Pflanzen.
    Wiesenstraße (Gesundbrunnen): Die engagierte Mieterschaft konzentriert sich auf klimaresiliente Pflanzen und nachhaltige Bewässerung. „Es macht Freude zu sehen, wie unsere Ideen Form annehmen und wir unser Wohnumfeld nachhaltig gestalten können,“ sagt Mieterin Susi Gelb.
  • Neue Pflanzen werden in vorbereitete Erde gesetzt. Im Vordergrund steckt eine Schaufel in der Erde, während im Hintergrund eine Person kniend arbeitet.
    Pallasstraße (Schöneberg): In den kleinen Hinterhöfen der denkmalgeschützten Wohnanlage stehen Aufenthaltsmöglichkeiten im Fokus. Bertram von Boxberg, Mieterbeirat, berichtet: „Unsere Nachbarschaft ist motiviert, und wir freuen uns, gemeinsam etwas zu schaffen.“

Beteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Die Stadtoasen entstehen in einem partizipativen Prozess, bei dem Workshops vor Ort eine zentrale Rolle spielen. Welche Ideen können umgesetzt werden und welche alternativen Lösungen gibt es, falls bestimmte Ideen nicht realisierbar sind? Stefan Koderisch von AG.URBAN, einem der Planungspartner, betont: „Die Workshops sind eine großartige Gelegenheit, um Ideen der Mietenden aufzunehmen, konkrete Pläne zu entwickeln und diese gemeinsam vor Ort umzusetzen.“

Erfolgreiche Umsetzungen als Vorbild

Bereits 2023 startete in der Pechsteinstraße in Lichtenrade das erste Pilotprojekt. Hier wurden Hochbeete, eine Pergola und Regenwasserwandtanks installiert. Auch die Projekte in der Fust-, der Wiesen- und der Pallasstraße konnten wir bereits erfolgreich umsetzen. Diese positiven Ergebnisse zeigen, wie die Maßnahmen das Mikroklima verbessern und die Nachbarschaften stärken können.

Ein Blick in die Zukunft

Mit Beginn der Gartensaison 2025 werden wir auch die erarbeiteten Ideen am Marienfelder Tor umsetzen. Für die kommenden Jahren prüfen wir, ob weitere Wohnhöfe in Stadtoasen verwandelt werden können. Neben großen Maßnahmen wie Begrünungen sind auch kleinere Projekte, wie die Installation von Regentonnen, ein wichtiger Bestandteil des Programms.

Gemeinsam für eine grünere Stadt

Das Projekt „Stadtoasen“ ist mehr als eine gestalterische Initiative – es stärkt das nachbarschaftliche Miteinander und sensibilisiert und aktiviert unsere Mietenden für den Klimaschutz.

Mit den Stadtoasen schaffen wir gemeinsam grüne Rückzugsorte und leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit in unseren Kiezen.

Annette Biernath Quartiersmanagement bei degewo, und maßgeblich beteiligt am Projekt

Wir sind degewo. 
Wir machen dein Zuhause. 

Natur pur: Die richtigen Pflanzen für jeden Balkon

Mitte Mai beginnt die Pflanzzeit auf dem Balkon. Begrünung sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch Klima und Artenvielfalt. Wir erklären, welche Pflanzen sich für Sonne oder Schatten eignen.

Stadtentwicklung
Klima

Nachbarschaftlich gärtnern im Gemeinschaftsgarten Lankwitz

Frau Woischnig und Herr Wöhrmann gehören seit Beginn zum Gemeinschaftsgarten im Zukunftshaus Lankwitz. Im Gespräch erzählen sie, wie Gärtnern Nachbarschaft verbindet.

Engagement

Wilde Stadt: Die Berliner Natur mit dem Campus Stadt Natur entdecken

Mit ihrem Laden in Marzahn hat Maßschneiderin Darya Graf ihr Handwerk zum Beruf gemacht. Sie erzählt uns, was sie an der Arbeit begeistert und wie sie zu einem nachhaltigen Berlin beiträgt.

Nachbarschaft
Nachhaltigkeit