Stadtoasen – Gemeinsam grüne Treffpunkte schaffen

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Ein Kind in pinker Jacke befestigt gemeinsam mit einer erwachsenen Person ein Schild im Boden, auf dem "Stadtoase" steht.

Was sind die „Stadtoasen“?

Mit dem Projekt „Stadtoasen“ gestalten Mieterinnen und Mieter gemeinsam mit degewo und erfahrenen Planungsteams ausgewählte Wohnhöfe und wohnnahe Freiflächen neu. Je nach Standort entstehen unter anderem zusätzliche Pflanzflächen, Schattenplätze, Blühwiesen oder Möglichkeiten, Regenwasser für die Bewässerung zu nutzen. Gleichzeitig schaffen die Projekte neue Orte für Begegnung und gemeinschaftliches Engagement.

Mit diesem Projekt möchten wir Orte schaffen, die mehr sind als grüne Flächen – sie sollen ein Zuhause zum Wohlfühlen, zum Verschnaufen und zum Durchatmen werden. Ein Platz, an dem Nachbarn sich begegnen, gemeinsam gestalten und neue Verbindungen knüpfen können. So schaffen wir nicht nur Freiräume, sondern stärken das Miteinander und das Gefühl von Gemeinschaft.

Katrin Baba-Kleinhans Abteilungsleiterin Quartiersmanagement bei degewo

Mehr Grün und neue Ideen für unsere Wohnhöfe

Die Stadtoasen sind weit mehr als Begegnungsorte: Sie basieren auf der Annahme, dass viele unserer Mieterinnen und Mieter bereit sind, einen aktiven Beitrag zu einem lebenswerten Wohnumfeld zu leisten. Genau hier setzen wir an: mit Projekten direkt vor der Haustür, wie der Entsiegelung von Hofflächen, der Schaffung von Schattenplätzen oder der Anlage und Pflege von Blühwiesen und kluger Wassernutzung für Gärten. 

Die Idee hinter den Stadtoasen

Im Frühjahr 2024 hatten unsere Mieterinnen und Mieter in 20 ausgewählten Kiezen die Gelegenheit, ihre Visionen für grüne und nachhaltige Stadtoasen einzureichen. Eine Jury wählte aus zahlreichen Bewerbungen anhand eines Kriterienkataloges vier Gewinnerprojekte aus. Diese Konzepte wurden anschließend in Workshops gemeinsam mit den Mietenden und Planungsteams weiterentwickelt und umgesetzt. „Wir sind beeindruckt von der Kreativität und dem Engagement unserer Mietenden,“ betont Baba-Kleinhans. "Dieses Projekt zeigt, wie viel Potenzial in unseren Nachbarschaften steckt."

Die Gewinner-Höfe im Überblick

  • Eine einzelne Schaufel steckt aufrecht in einer Rasenfläche vor einem Gebäudekomplex.
    Marienfelder Tor (Marienfelde): Der versiegelte Vorplatz wird durch Pflanzkübel, Regentonnen und schattenspendende Ranken aufgewertet.
  • Ein Mann bewässert mit einem Gartenschlauch eine grüne, dicht bepflanzte Anlage. Sonnenlicht fällt durch die Bäume und erzeugt helle Reflexe.
    Fuststraße (Oberschöneweide): Trotz vorhandener Begrünung fehlen Bewässerungsmöglichkeiten. Alexander Finger vom Mieterbeirat erläutert: „Unsere Blühwiesen konnten sich bisher nicht entwickeln, weil das Wasser fehlte. Mit Regentonnen und einem Pflegekonzept wollen wir das ändern.“
  • Luftaufnahme einer gepflegten Gartenfläche neben einem Sandspielbereich. Mehrere Personen arbeiten an Beeten und setzen neue Pflanzen.
    Wiesenstraße (Gesundbrunnen): Die engagierte Mieterschaft konzentriert sich auf klimaresiliente Pflanzen und Bewässerung. „Es macht Freude zu sehen, wie unsere Ideen Form annehmen und wir unser Wohnumfeld mitgestalten können,“ sagt Mieterin Susi Gelb.
  • Neue Pflanzen werden in vorbereitete Erde gesetzt. Im Vordergrund steckt eine Schaufel in der Erde, während im Hintergrund eine Person kniend arbeitet.
    Pallasstraße (Schöneberg): In den kleinen Hinterhöfen der denkmalgeschützten Wohnanlage stehen Aufenthaltsmöglichkeiten im Fokus. Bertram von Boxberg, Mieterbeirat, berichtet: „Unsere Nachbarschaft ist motiviert, und wir freuen uns, gemeinsam etwas zu schaffen.“

Beteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Die Stadtoasen entstehen in einem partizipativen Prozess, bei dem Workshops vor Ort eine zentrale Rolle spielen. Welche Ideen können umgesetzt werden und welche alternativen Lösungen gibt es, falls bestimmte Ideen nicht realisierbar sind? Stefan Koderisch von AG.URBAN, einem der Planungspartner, betont: „Die Workshops sind eine großartige Gelegenheit, um Ideen der Mietenden aufzunehmen, konkrete Pläne zu entwickeln und diese gemeinsam vor Ort umzusetzen.“

Bereits 2023 startete in der Pechsteinstraße in Lichtenrade das erste Pilotprojekt. Hier wurden Hochbeete, eine Pergola und Regenwasserwandtanks installiert. Auch die Projekte in der Fust-, der Wiesen- und der Pallasstraße konnten wir bereits erfolgreich umsetzen. 

Ein Blick in die Zukunft

Mit Beginn der Gartensaison 2025 werden wir auch die erarbeiteten Ideen am Marienfelder Tor umsetzen. Für die kommenden Jahren prüfen wir, ob weitere Wohnhöfe in Stadtoasen verwandelt werden können. Neben großen Maßnahmen wie Begrünungen sind auch kleinere Projekte, wie die Installation von Regentonnen, ein wichtiger Bestandteil des Programms.

Die Stadtoasen verbinden die Gestaltung der Freiflächen mit Beteiligung im Kiez. Mieterinnen und Mieter bringen ihre Ideen ein, wirken bei der Umsetzung mit und können sich auch langfristig an Pflege und Nutzung der Flächen beteiligen.

Wir sind degewo. 
Wir machen dein Zuhause. 

Pergola im Innenhof eines Gebäudes. Ein Mann spielt Basketball im Hintergrund.

Klimaanpassung im Kiez

Von Schattenplätzen bis zum Regenwassermanagement: So passen wir Freiräume an zunehmende Hitze und Starkregen an.

Eine Person zeichnet auf einem großen Whiteboard verschiedene Grafiken und Begriffe rund um das Thema Klima und Stimmungslage. Die Illustration entsteht live während eines Workshops.

Kreativ fürs Klima

Wie werden Umweltthemen im Alltag greifbar? Maximilian Mauracher spricht im Interview über Ideen und Projekte in der Gropiusstadt.