Stufen der Beteiligung

Konstruktiv, fair und verlässlich

Partizipationsprozesse werden nach dem Grad der Einflussnahme der jeweils Beteiligten in Stufen unterschieden. Der Partizipationsgrad variiert je nach Neubauvorhaben: Genügt die reine Information? Sollen die Betroffenen die Gelegenheit zum Austausch erhalten? Können die Betroffenen mitwirken und mitentscheiden? Und wenn ja, bei welchen Themen und in welchem Rahmen? Um die Beteiligung transparent und nachvollziehbar zu gestalten, haben wir gemeinsam mit den anderen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin vier Stufen der Partizipation erarbeitet. Jedem Neubauvorhaben ist eine Partizipationsstufe zugewiesen. Der Grad der Einflussnahme ist bei der Stufe Information am geringsten, bei der Stufe Mitentscheidung am größten. Wichtig ist, dass Inhalt und Rahmenbedingung des Partizipationsangebotes für alle Beteiligten klar umrissen und nachvollziehbar sind.

Die vier Stufen der Partizipation

1. Information

Ziel:
Frühzeitiges und kontinuierliches Informieren der Beteiligten.

Schwerpunkt:
Information über Bauvorhaben und verschiedene Darstellung des Bauvorhabens und der Planungsziele in verständlicher Form.

Dauer:
Der Zeitpunkt für Information wird projektspezifisch entlang des Planungsfortschritts und abhängig von der Entscheidung über weitere Partizipationsstufen festgelegt.

Mögliche Maßnahmen:
Mieterinnen- und Mieter- sowie Anwohnerinnen- und Anwohnerinformation, Öffentlichkeitsinformation, Informationsveranstaltung, Flyer, Online-Projektseite, Hausaushänge

2. Konsultation

Ziel:
Identifizierung und Ansprache relevanter Zielgruppen und Akteure, sodass diese zu dem geplanten Bauvorhaben ihre Meinung äußern, Stellung beziehen und eigene Ideen einbringen können.

Schwerpunkt:
Austausch mit Beteiligten durch Nachfragen, Zuhören, Aufklären von Unklarheiten, Aufnehmen und Prüfen von Bedürfnissen und Anregungen sowie Prüfung dieser.

Dauer:
In der Regel bis zu drei Monate.

Mögliche Maßnahmen:
Informationsveranstaltung mit Konsultationsmöglichkeit, Ausstellung, Begehung, Sprechstunde, Befragung, Intervention, Beirat.

3. Mitgestaltung

Ziel:
Gemeinsames Erarbeiten von Konzepten und Lösungen im Rahmen festgelegter Spielräume für die Mitgestaltung.

Schwerpunkt:
Einbringung und Berücksichtigung von Interessen und konkreten Vorschlägen von Beteiligten.

Dauer:
in der Regel bis zu sechs Monate

Mögliche Maßnahmen:
Workshop und Werkstatt, Runder Tisch zum Austausch, Wettbewerb, Diskussion städtebaulicher Varianten

4. Mitentscheidung

Ziel:
Gemeinsames Entscheiden über die Rahmenbedingungen des Bauvorhabens.

Schwerpunkt:
Aktives Einbeziehen der Beteiligten in Entscheidungsprozesse zum Bauvorhaben, z.B. über die Gründung eines Beteiligungsgremiums.

Dauer:
Wird für den Einzelfall im Beteiligungskonzept festgelegt.

Maßnahmen:
Abstimmungen und gemeinsames Entscheidungsgremium.

Die degewo-Dialogstation steht auf einer grünen Wiese. An den aufgeklappten Seiten hängen Plakate. Davor stehen Personen und schauen sich die Plakate an. An der hinteren Seite der Dialogstation sitzen weitere Personen an einem kleinen Tisch.

Aktuelle Beteiligungsprojekte

Informieren Sie sich hier über laufende Beteiligungsverfahren in unseren Kiezen. Wir geben Einblick in Ablauf, Beteiligungsmöglichkeiten und den jeweiligen Projektstand.

Mehrere Personen stehen um einen runden Tisch und unterhalten sich. Im Hintergrund zwei große Plakate.

Phasen der Beteiligung

Von der ersten Planung bis zur Bauphase: Lesen Sie, wie Beteiligung bei degewo Schritt für Schritt organisiert und begleitet wird.

Einblicke in unsere Arbeit

  • Die degewo-Dialogstation ist im aufgeklappten Zustand. An einer Holzwand hängen mehrere große Plakate, daneben ein Briefkasten. Auf der Rückseite ein kleiner Tisch mit Hockern.

    Mehr Raum für Beteiligung mit der degewo-Dialogstation

    Mit der mobilen Dialogstation schaffen wir Raum für Beteiligung bei Neubau und Sanierung. Wir erklären im Interview das besondere Mitmachtool.

  • Luftaufnahme der Schlangenbader Straße in Berlin mit den markanten terrassenförmigen Wohngebäuden und verschneiten Dächern, umgeben von Stadtvierteln und Straßen.

    Zuhause im Wandel

    Sanierung in der „Schlange“: Ein Mieter berichtet, was die Arbeiten in der Schlangenbader Straße für sein Zuhause bedeuten.

  • Gruppenaufnahme während der Informationsveranstaltung zur Sanierung der Schöneberger Terrassen. Mitarbeiter von degewo stehen mit Mieterinnen und Mietern vor dem Gebäude zusammen und reden.

    Altes wahren, Neues wagen

    Schöneberger Terrassen: Seit 2021 in unserem Bestand – nun sanieren wir den denkmalgeschützten Gebäudekomplex.

  • Außenaufnahme einer sanierten Wohnanlage mit gelb-orangefarbenen Fassaden und begrünten Außenbereichen. Mehrere Balkone sind bepflanzt.

    Zukunft gestalten

    Sanierung in Lichtenrade: In der Horstwalder Straße modernisieren wir 194 Wohnungen mit einem ganzheitlichen Konzept.