Das degewo-Nachhaltigkeitshaus
Das degewo-Nachhaltigkeitshaus ist unser Modellprojekt zur energetischen und baukulturellen Sanierung von Wohngebäuden.
GÜ Team BATEG
Bei der Sanierung der Wohngebäude in der Horstwalder Straße betrachten wir vier Bereiche gemeinsam: Energie und Klima, Wirtschaftlichkeit, soziale Belange und Baukultur. Geplant sind unter anderem Maßnahmen an der Gebäudehülle, Wärmepumpen und Photovoltaik, Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwassermanagement sowie der Erhalt geeigneter bestehender Bauteile. Die Sanierungsmaßnahmen haben im März 2025 begonnen, die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.
Vier Säulen der Sanierung
Bei der Planung und Umsetzung betrachten wir energetische, wirtschaftliche, soziale und baukulturelle Anforderungen gemeinsam. Der 4-Säulen-Ansatz hilft uns dabei, unterschiedliche Ziele der Sanierung miteinander abzuwägen – von der Energieversorgung und Gebäudehülle über die Kosten bis hin zu den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner und dem Erhalt der architektonischen Qualität.
Maßnahmen für Energie, Gebäude und Freiräume
Für die Sanierung haben wir sechs Schwerpunkte definiert. Sie betreffen die Energieversorgung, die Gebäudehülle, die Nutzung der Dachflächen, den Umgang mit Regenwasser, die Freianlagen und den Materialeinsatz.
Wärmepumpen und Solarstrom
Für die Wärmeversorgung werden Wärmepumpen eingesetzt. Photovoltaikanlagen erzeugen Solarstrom, der unter anderem für deren Betrieb genutzt wird. Damit soll der Einsatz fossiler Energieträger schrittweise reduziert werden.
Energetische Sanierung der Gebäudehülle
Fassade, Dach und Kellerdecke werden gedämmt. Nach der zugrunde liegenden Planung soll sich die Energieeffizienz der Gebäude dadurch um zwei Effizienzklassen verbessern und der Wärmebedarf sinken.
Dachbegrünung und Photovoltaik
Die Dachflächen werden mehrfach genutzt: Eine extensive Begrünung schafft zusätzliche Vegetationsflächen und kann Regenwasser zeitweise zurückhalten. Photovoltaikanlagen erzeugen Solarstrom für die technische Versorgung der Gebäude, unter anderem für die Wärmepumpen.
Regenwassermanagement
Regenwasser soll möglichst auf dem Grundstück zurückgehalten und versickert werden. Bei Starkregen können dafür auch offene Mulden Wasser aufnehmen. So wird Regenwasser vor Ort bewirtschaftet, statt es unmittelbar in die Kanalisation abzuleiten.
Entsiegelung und Begrünung der Freianlagen
In den Freianlagen werden Pflasterflächen reduziert und wasserdurchlässige Beläge eingesetzt, damit mehr Regenwasser vor Ort versickern kann. Ergänzend sind Fassadenbegrünungen und verschattete Aufenthaltsbereiche vorgesehen.
Erhalt von Bauteilen und reduzierter Materialeinsatz
Intakte Bauteile bleiben, wo möglich, erhalten. Auch bei der Dämmung wird der Materialeinsatz auf das für die energetischen Zielwerte erforderliche Maß abgestimmt.
Unser ökonomischer Ansatz
Bei der Planung berücksichtigen wir neben den Investitionskosten auch die langfristige Bewirtschaftung der Gebäude. Dazu gehören die Auswahl langlebiger Materialien, der Erhalt bereits modernisierter Bauteile und eine auf die energetischen Zielwerte abgestimmte Dämmung. Photovoltaikanlagen erzeugen Solarstrom direkt vor Ort. Zusätzlich nutzen wir verfügbare Fördermöglichkeiten für die Sanierung.
Belange unserer Mieterinnen und Mieter
Im Rahmen der Planung berücksichtigen wir die Bedürfnisse unserer Mieterinnen und Mieter durch Informationsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten. Durch eine transparente Kommunikation über das Projekt und die geplanten Maßnahmen schaffen wir Vertrauen und sorgen für Klarheit. Das bestehende Seniorenwohnen bleibt erhalten und kann bei Bedarf weiterentwickelt und um weitere Nutzungsangebote ausgebaut werden. In den halböffentlichen Bereichen setzen wir Ideen der Anwohner um. Die Maßnahmen sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und das nachbarschaftliche Miteinander unterstützen.
Baukulturelle Qualität
Wir sanieren respektvoll die Fassaden und stärken damit die architektonische Identität der Gebäude. Die Betonung der abgesetzten Balkone und der Höhenstaffelung werten das neue Erscheinungsbild auf.
Mit dem Projekt erproben wir, wie sich energetische, wirtschaftliche, soziale und baukulturelle Anforderungen bei der Sanierung bestehender Wohngebäude miteinander verbinden lassen. Die Erfahrungen aus der Horstwalder Straße sollen in die weitere Entwicklung unseres Gebäudebestandes einfließen.
Projektvisualisierungen
ALOMS