Das degewo-Nachhaltigkeitshaus

Visualisierung eines begrünten Innenhofs einer mehrgeschossigen Wohnanlage mit Teich, Sitzbänken, Pergolen, Bäumen und bepflanzten Beeten; im Hintergrund helle Gebäude mit Balkonen.

Mit dem Sanierungsprojekt in der Horstwalder Straße verfolgen wir im besonderen Maße ökologische, ökonomische, soziale und baukulturelle Ziele. Im Zuge unserer Planungen, die auf nachhaltige Konzepte ausgerichtet sind, reduzieren wir CO₂-Emissionen, steigern die Lebensqualität für die Mietenden, optimieren Betriebskosten und bewahren den architektonischen Charakter der Wohngebäude. Im März 2025 starten wir mit den Sanierungsmaßnahmen, die Baufertigstellung ist für Ende 2026 geplant.

Vier Säulen für eine nachhaltige Zukunft

Bis 2045 wollen wir als Unternehmen nahezu klimaneutral sein. Die nachhaltige Sanierung unseres Bestandes spielt dabei eine zentrale Rolle. Dazu verfolgen wir im Rahmen unserer degewo-Klimastrategie drei Handlungsstränge. Ein zentrales Thema ist die Grüne Energie, die wir in energieeffizienten Gebäuden mit innovativer Anlagentechnik effizient nutzen wollen. 

Nachhaltige Sanierungen sind komplexe Vorhaben, die weit über die reine Verbesserung der Energieeffizienz hinausgehen. Mit unserem 4-Säulen-Ansatz streben wir nach einer guten Balance zwischen ökologischen, ökonomischen, sozialen und baukulturellen Aspekten. Durch diese umfassende Perspektive schaffen wir klimafreundliche Gebäude und zukunftsfähige Lebensräume, die bezahlbar, lebenswert und ästhetisch ansprechend sind.

Grafik mit vier farbigen Feldern und Symbolen zu den Nachhaltigkeitsdimensionen „Sozial“, „Ökologisch“, „Ökonomisch“ und „Baukulturell“.
Blick auf das Sanierungscafé in der Wohnanlage Horstwalder Straße: Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner sitzen an Tischen im Außenbereich, während Projektbeteiligte vor dem Gebäude informieren.

Unterstützung während der Sanierung

Wir legen großen Wert darauf, unsere Mieterinnen und Mieter frühzeitig und transparent über die geplanten Sanierungsmaßnahmen in der Horstwalder Straße zu informieren. Erfahren Sie mehr über unseren Partizipationsprozess

Unser ökologischer Ansatz

Wir setzen auf inhaltliche Schwerpunkte, die die größte Hebelwirkung mit Blick auf das Ziel einer klimaneutralen Zukunft haben und reagieren auf die Veränderung des Klimas. Für unser Nachhaltigkeitshaus haben wir dafür sechs Leitthemen definiert:

Grünere Energieversorgung

Wir betreiben Wärmepumpen mit Solarstrom, um fossile Energieträger schrittweise zu ersetzen und den CO₂-Ausstoß nachhaltig zu senken.

Energetisch effizientere Gebäudehülle

Mit der Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecke verbessern wir die die Energieeffizienz des Gebäudes um zwei Klassen und senken den Wärmebedarf.

Multifunktionale Dachnutzung

Das extensiv begrünte Dach trägt zur Artenfielfalt bei und kann als Retensionsdach Regenwasser vorübergehend speichern. Eine Photovoltaikanlage liefert Solarstrom für die Wärmepumpen.

Kluges Regenwassermanagement

Regenwasser verschwindet nicht mehr im Kanal, sondern versickert auf dem Grundstück ins Grundwasser. Bei Starkregen füllen sich zudem offene Mulden mit Regenwasser, die Verdunstung verbessert das Mikroklima und kühlt die Luft im Hochsommer.

Grünere Freianlagen

Das Einsickern von Wasser in den Boden wird mit der Reduzierung von Pflasterbelägen erleichtert. Innovative Beläge lassen ebenfalls Wasser in den Boden und reflektieren weniger Hitze. Fassadenbegrünungen sorgen für einen klimatischen Ausgleich, verschattete Aufenthaltsbereiche ermöglichen ein nachbarschaftliches Miteinander.

Ressourcenschonendes Bauen

Wir senken nicht nur die Emissionen im Betrieb, sondern vermeiden diese auch beim Bauen durch einen sparsamen Materialeinsatz. Intakte Bauteile bleiben erhalten, die Dämmstärke wird auf das Notwendige optimiert.

Infografik mit Darstellung ökologischer Maßnahmen wie grünere Energieversorgung, energetisch effizientere Gebäudehülle, multifunktionale Dachnutzung, Regenwassermanagement, ressourcenschonendes Bauen und grüne Freianlagen, ergänzt durch eine kleine Gebäudevisualisierung.

Unser ökonomischer Ansatz

Unser Fokus liegt auf einer langfristig tragfähigen Bewirtschaftung. Durch effiziente Kostenplanung und -kontrolle sowie sorgfältige Auswahl von langlebigen Materialien sichern wir langfristig moderate Betriebskosten. Die Dämmstärke wird gezielt auf das erforderliche Maß beschränkt, um die energetischen Zielwerte zu erreichen. Wir erhalten bereits modernisierte Fenster und schonen damit Ressourcen. Wir investieren in Materialien und Bauteile mit langer Lebensdauer, die einen geringeren Wartungsaufwand erfordern. Unsere Photovoltaikanlagen liefern grünen Strom direkt vor Ort und tragen zu langfristig stabilen Energiekosten bei. Zudem nutzen wir verfügbare Fördermittel, um die wirtschaftlichen Aspekte des Projekts weiter zu optimieren. So verzahnen wir ökologische und ökonomische Ziele miteinander.

Soziale Verantwortung

Wir stellen die Bedürfnisse unserer Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt unserer Sanierung. Durch eine transparente Kommunikation über das Projekt und die geplanten Maßnahmen schaffen wir Vertrauen und sorgen für Klarheit. Das bestehende Seniorenwohnen bleibt erhalten und kann bei Bedarf weiterentwickelt und um zusätzliche Nutzungsangebote ausgebaut werden. In den halböffentlichen Bereichen setzen wir Ideen unserer Mieterinnen und Mieter zur weiteren Verbesserung der Aufenthaltsqualität um und fördern das Miteinander. So entsteht ein Wohnumfeld, das die Gemeinschaft stärkt und die Lebensqualität steigert.

Baukulturelle Qualität

Wir sanieren respektvoll die Fassaden und stärken damit die architektonische Identität der Gebäude. Die Betonung der abgesetzten 
Balkone und der Höhenstaffelung werten das neue Erscheinungsbild auf.

Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Berlins. Wir zeigen, wie nachhaltige Sanierungen im Gebäudebestand nicht nur CO₂-Emissionen senken, sondern auch unsere Umwelt schonen und die Lebensqualität unserer Mieterinnen und Mieter erhöhen.

Projektvisualisierungen

  • Visualisierung eines Fußwegs durch eine grün gestaltete Wohnanlage mit mehrgeschossigen Gebäuden, Balkonen, Bäumen, Sträuchern, Sitzbank und einer Person auf einem Fahrrad.
  • Visualisierung eines begrünten Innenhofs mit geschwungenen Wegen, Pergola, Blumen- und Strauchbeeten sowie mehrgeschossigen Wohngebäuden mit Balkonen im Hintergrund.
  • Visualisierung der Fassade eines mehrgeschossigen Wohngebäudes mit Balkonen, roten Markisen, Eingangsbereich und umliegenden Grünflächen.
  • Visualisierung eines beleuchteten Hauseingangs einer Wohnanlage in der Dämmerung mit Wegbeleuchtung, bepflanzten Beeten und angrenzenden Balkonen.

Das degewo-Klimahaus

An der Ecke Salvador-Allende/Pablo-Neruda-Straße in Berlin Treptow-Köpenick bauen wir ein experimentelles Klimahaus mit 112 Wohnungen und einer Gewerbeeinheit.

Klimaschutz im Neubau

Das degewo-Zukunftshau

Wie lassen sich alte Gebäude bereits heute so umbauen, dass sie dem hohen Anspruch, 2045 keine Treibhausgas-Emissionen auszustoßen, gerecht werden? Wir haben es im Reallabor probiert.

Klimaschutz im Bestand

Kreativ für den Klimaschutz

Die Berliner Agentur New Standards setzt Nachhaltigkeitsthemen kreativ um. In der Gropiusstadt starteten sie für degewo das Projekt „Machbarschaft“. stadtleben traf den Designer zum Gespräch.

Klimaschutz