Wiesenstraße 55

Außeneckansicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55.
Status des Bauvorhabens
Fertiggestellt
Wohnungen
102

Nettokaltmiete

Preis/m²
ab 6,50 €

Wohnungen nach Zimmern

1
14x
2
37x
3
18x
4
33x
Baubeginn
November 2018
Bezugsfertig
Frühjahr 2021

Hier sind insgesamt 102 neue 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen unter Achtung des Denkmalschutzes für Singles, Paare und Familien entstanden.

Auf dem rund 12.000 Quadratmeter großen Areal der Wiesenburg gibt es einen vielfältigen Nutzungsmix aus Wohnen, Kunst, Kultur und Handwerk. Die denkmalgeschützte Gebäudesubstanz des ehemaligen Obdachlosenasyls ist behutsam saniert worden, um ihren ursprünglichen Charme zu erhalten. Ein Nutzungskonzept für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen, das die verschiedenen Interessen berücksichtigt, wurde in einem Beteiligungsprozess erarbeitet.

Das Grundstück Wiesenstraße 55 liegt im Ortsteil Gesundbrunnen des Bezirks Mitte. Es ist über eine ca. 14m breite Zufahrt zu erreichen, die direkt neben einem Sportplatz liegt. Im Norden wird es von der Ringbahn begrenzt, die in diesem Bereich als Hochbahntrasse verläuft. Rückwertig grenzt das Grundstück direkt an die Panke. Im nördlichen Bereich schließt sich die Kollberger Straße an, die durch 6- bis 8-geschossige Häuser unterschiedlichster Baujahre geprägt ist und im Bereich des Grundstücks auch an einen öffentlichen Kinderspielplatz grenzt.

Diese „gefangene“ und abgeschiedene Lage führte dazu, dass der Berliner Asylverein für Obdachlose in den Jahren 1895 bis 1896 auf dem Gelände das Obdachlosenasyl Wiesenburg als Männerasyl mit 700 Plätzen errichtete. Dazu gehörte das sogenannte Beamtenwohnhaus, das noch heute als Wohnhaus erhalten ist und genutzt wird. In den Jahren 1905 bis 1907 wurde im südwestlichen Grundstücksbereich das Frauenasyl mit weiteren 400 Plätzen ergänzt. So konnten hier durchschnittlich ca. 300.000 Menschen pro Jahr übernachten. Bereits während des 1. Weltkriegs wurde das Gelände des Frauenasyls als Konservenfabrik gewerblich genutzt. In den Folgejahren kamen weitere Flächen auf dem Gelände hinzu, die ebenfalls gewerblich genutzt wurden. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurden große Teile der Wiesenburg zerstört und in der Folge nicht wieder aufgebaut. Nur im Bereich des Wohnhauses sind die Wohnungen erhalten geblieben. Der größte Teil der ursprünglichen Gebäude ist im Lauf der Jahrzehnte zu Ruinen und baufälligen Gebäudeteilen verfallen, die nun zum Teil erheblich mit Baumbestand über- und durchwachsen sind.

Im Rahmen ihres Auftrages als städtisches Wohnungsunternehmen hat degewo unter Achtung des Denkmalschutzes und des besonderen Wertes der Anlage als sozio-kultureller Bereich den Bestand im südlichen Grundstücksbereich durch kostengünstigen Wohnungsneubau ergänzt. Dazu wurde in mehreren Werkstattverfahren unter Hinzuziehung wesentlicher Einrichtungen des Bezirksamtes, mehrerer Architekturbüros und des Landesdenkmalamtes eine Entwicklungsrichtung und Bebauungsstruktur für den Neubau erarbeitet und einvernehmlich verabschiedet.

degewo-Neubau Wiesenstraße 55: Modell der Wiesenburg.
Modell der Wiesenburg: Der Neubau passt stilistisch zur historischen Bebauung und integriert das ehemalige Frauenasyl.

Weitere Informationen zum Neubauprojekt

Grundstückgröße
12.229 m2
Bebaute Fläche
1.850 m2
Wohnfläche gesamt
7.000 m2
Anzahl Geschosse
3, 5 und 7
Energiestandard
KfW 55
Architekturbüro
DAHM Architekten + Ingenieure GmbH
  • Außensicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55: Detail alte Ziegelsteinmauer.
  • Außenansicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55: Eingangsbereich Haus 3c mit Fahrradständern links.
  • Außenansicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55.
  • Außenansicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55.
  • Außeneckansicht degewo-Neubau Wiesenstraße 55.