Unsere Zukunft

Wachstum mit Haltung – Richtung geben für Berlins Zukunft

Wachstum ist für degewo mehr als die Erweiterung des Wohnungsbestands. Es bedeutet, Verantwortung für bezahlbaren Wohnraum, lebenswerte Kieze und eine nachhaltige Entwicklung Berlins zu übernehmen. In einem herausfordernden Marktumfeld haben wir 2025 unser strategisches Wachstum konsequent weiterverfolgt – mit klaren Prioritäten, gezielten Investitionen und einer geschärften Marke. 

Die Weiterentwicklung unserer Marke hat Neubau und Ankauf noch enger mit unserem Anspruch verknüpft, bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum zu schaffen. So wird deutlich, wofür degewo steht: wirtschaftliche Stärke, soziale Verantwortung und ökologische Ziele greifen ineinander. Unser Wachstum folgt dabei einem klaren Kompass – investiert wird dort, wo Berlin Wohnraum braucht, und mit Blick auf langfristige Qualität, Klimaschutz und soziale Stabilität. 

Wichtige Weichenstellungen wie die Bestätigung unseres starken Ratings, die Weiterentwicklung der Klimaschutzstrategie und der Ausbau unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung stehen exemplarisch für ein Wachstum mit Substanz. So gestalten wir Wachstum mit Haltung – verantwortungsvoll, zukunftsorientiert und fest verankert in unserem Anspruch, Berlin lebenswert zu gestalten. 

Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Klimaschutz und Nachhaltigkeit – Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten

Klimaschutz ist für uns integraler Bestandteil unternehmerischen Handelns. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für unsere Bestände, unsere Mieterinnen und Mieter und für die nachhaltige Entwicklung Berlins. Unser Anspruch ist es, ökologische Ziele mit sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit zu verbinden. 

Grundlage dafür ist unsere weiterentwickelte Klimaschutzstrategie. Sie definiert einen klaren Pfad zur Dekarbonisierung unseres Gebäudebestands, den wir 2025 weiter konkretisiert und priorisiert haben. Im Fokus stehen der Ausbau erneuerbarer Energien, eine emissionsarme Wärmeversorgung sowie ein ressourcenschonender Umgang mit dem Bestand. Dabei verfolgen wir einen Ansatz, der wirksam, technologieoffen und bezahlbar ist. 

Transparenz ist ein zentraler Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsverständnisses. Mit unserem freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht machen wir Fortschritte, Herausforderungen und Ziele in den Bereichen Klima, Soziales und Unternehmensführung sichtbar und bereiten uns zugleich auf die Anforderungen der EU-Richtlinie zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vor. 

Vortrag auf Bühne vor Publikum mit großer Leinwand und degewo-Logo.

Unser 3. degewo-Klimatisch

Mit degewoKlimatisch, der 2025 bereits zum dritten Mal stattfand, machten wir Klimaschutz konkret erlebbar. Ziel des Formats ist es, Erfahrungen auf dem Weg zu mehr Klimaschutz zu teilen und den fachlichen Austausch zu zentralen Fragen des klimafreundlichen Bauens und Sanierens zu fördern. Anhand ausgewählter Neubau‑ und Sanierungsprojekte sowie innovativer Energie‑ und Mobilitätslösungen zeigten wir, wie Klimaschutz und Lebensqualität zusammenspielen. Projekte wie das degewo‑Klimahaus stehen beispielhaft für diesen integrierten Ansatz. 

Wachstum durch Neubau – Wir zeigen, wie Berlin wächst

Berlin wächst – und mit der Stadt wächst auch die Verantwortung, bezahlbaren, zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen. Für uns ist Neubau deshalb weit mehr als das Errichten von Gebäuden: Er ist ein zentraler Hebel für soziale Stabilität, Klimaschutz und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Mit konsequenten Investitionen, innovativen Bauweisen und starken Partnerschaften leisten wir unseren Beitrag dazu, dass Berlin lebenswert bleibt. 

Balkone und Fassadendetail eines Wohngebäudes mit bepflanztem Bereich davor.

Baufertigstellungen

Im Jahr 2025 konnte degewo 1.133 Wohnungen in mehreren Neubauprojekten fertigstellen und damit dringend benötigten Wohnraum schaffen. Zu den erfolgreich abgeschlossenen Projekten zählen unter anderem das Klimahaus in Köpenick, das Neubauvorhaben am Halleschen Ufer, die Ottomar-Geschke-Straße sowie die Reichstraße 53–54. Diese Fertigstellungen stehen für modernes, effizientes Bauen und für Quartiere, die langfristig funktionieren. 

Modernes Mehrfamilienhaus mit Balkonen und Fahrrädern im Hof.

Neubau - nachhaltig und leistbar

Wachstum bedeutet für degewo jedoch nicht nur mehr Wohnungen, sondern besseres Wohnen. Neubauprojekte werden von Beginn an vorausschauend geplant: mit nachhaltigen Energiekonzepten, Regenwassermanagement, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Lösungen für die Mobilität der Zukunft – etwa durch Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Seit 2006 konnten so trotz wachsendem Bestand rund 15.000 Tonnen CO₂ eingespart und der Energieverbrauch pro Quadratmeter um 36 Prozent gesenkt werden. Insgesamt wurden bereits 365 Wohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise realisiert. 

All diese Maßnahmen wären wenig wert, wenn Wohnen für viele Menschen unbezahlbar würde. Bezahlbarkeit bleibt deshalb ein Kern unseres Handelns. Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von 7,18 Euro pro Quadratmeter liegt degewo weiterhin deutlich unter dem Berliner Mietspiegeldurchschnitt. Das zeigt: Sozialer, leistbarer und zugleich klimafreundlicher Neubau ist möglich. 

 

Gruppe von sechs Personen auf einer Baustelle bei einem Richtfest.

Baufortschritte

Parallel dazu treiben wir zahlreiche Neubauprojekte mit hohem Tempo voran. Deutliche Baufortschritte wurden 2025 unter anderem im „Quartier der Vielfalt“ am Bohnsdorfer Weg erzielt – einem Projekt, das seinem Namen gerecht wird und Wohnen, Nachbarschaft und soziale Durchmischung zusammendenkt. Auch an der Bisamstraße, an der Marzahner Promenade 7 sowie Am Bahndamm 31 wurde intensiv gebaut. Diese Vorhaben sind Teil unseres strategischen Wachstums: Mit Investitionen von rund 291 Millionen Euro konnten 928 Wohnungen neu begonnen werden und schaffen die Grundlage für weiteren Wohnraum in den kommenden Jahren. 

Wachstum durch Ankauf: degewo stärkt Bestand und Zukunftsperspektiven

Der gezielte Ankauf von Grundstücken, schlüsselfertigen Wohnanlagen und Bestandsimmobilien ist ein zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie von degewo. Im Jahr 2025 konnten entlang der gesamten Wertschöpfungskette wesentliche Fortschritte erzielt werden – von Vertragsabschlüssen über Baufortschritte bis hin zu Fertigstellungen.

Großer runder Betonturm auf einer Baustelle mit Radlader im Vordergrund.

Quartiere „Segelflieger“ und „Schumacher“

Mit dem Ankauf des rund 25.500 m² großen Grundstücks am Segelfliegerdamm in Berlin‑Adlershof wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht. Ab 2026 entstehen hier rund 450 überwiegend öffentlich geförderte Wohnungen sowie eine Kita mit 40 Plätzen. Das Projekt ist Teil der Entwicklung des neuen Quartiers Segelflieger im Entwicklungsgebiet Johannisthal/Adlershof. 

Von strategischer Bedeutung ist zudem der Abschluss der Einbringungs- und Realisierungsverträge für das Schumacher Quartier auf dem ehemaligen Flughafen Tegel. degewo erhält Grundstücke für den Bau von rund 320 Wohnungen, davon 50 % gefördert, sowie eine Kita mit 80 Plätzen. Der geplante Baustart im September 2026 markiert den Einstieg in eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Berlins. 

Wohnanlage mit bunten Fassaden, Spielplatz, Wegen und einigen Menschen im Gartenbereich.

Schlüsselfertige Neubau- und Bestandsankäufe

Auch schlüsselfertige Ankäufe trugen 2025 wesentlich zum Wachstum bei. In der Bismarckstraße 17–19 in Berlin‑Spandau wurde der Rohbau für 122 Wohnungen (davon 97 gefördert) abgeschlossen. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Am Seeburger Weg in Berlin‑Spandau begann im Frühjahr 2025 der Bau von insgesamt 135 überwiegend geförderten, barrierefreien Wohnungen sowie 21 Mikroapartments für betreutes Seniorenwohnen; die Fertigstellung ist für 2027 geplant. 

Mehrere Projekte wurden 2025 erfolgreich abgeschlossen und unmittelbar in den Bestand übernommen. Dazu zählt das Wohnquartier Eisenhutweg 54–76 in Berlin‑Johannisthal mit 583 Wohnungen, davon 336 sozial gefördert, ergänzt um eine Kita mit 100 Plätzen. In der Wernigeroder Straße 2H in Berlin‑Charlottenburg wurde ein Neubau mit 68 überwiegend geförderten und barrierefreien Wohnungen abgenommen. 

Ein weiterer Bestandszuwachs erfolgte durch den Ankauf von fünf Häusern in der Amberbaumallee 10–22 in Berlin‑Kladow. Insgesamt wurde der Bestand um 72 Wohnungen mit rund 5.900 m² Wohnfläche erweitert. 

Sanierung im Bestand – Verantwortung für Menschen, Klima und Zukunft

Die Sanierung unseres Gebäudebestands ist ein zentraler Hebel für Klimaschutz, die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und die langfristige Sicherung gesunder, bezahlbarer Wohnungen. Als kommunales Wohnungsunternehmen tragen wir Verantwortung für rund 83.000 Wohnungen und für Berlin auf dem Weg zu mehr Klimaschutz. 

Der Gebäudesektor verursacht etwa ein Drittel der CO₂‑Emissionen in Deutschland. Vor diesem Hintergrund verfolgt degewo das Ziel, den gesamten Bestand bis 2045 klimaneutral zu transformieren. Dafür setzen wir auf einen systematischen, strategisch gesteuerten Ansatz statt auf Einzelmaßnahmen. 

Mit Klimaschutzstrategie, Klimaroadmap und der im Mai 2025 verabschiedeten Sanierungsstrategie verfügen wir über ein integriertes Steuerungssystem, das langfristige Ziele mit konkreten technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entscheidungen verbindet und Planbarkeit sowie Transparenz schafft. 

Sanierung bedeutet für degewo auch Verantwortung für Gesundheit und Sicherheit. Die im Februar 2025 verabschiedete Schadstoffstrategie ergänzt die energetische Sanierung um eine weitere zentrale Dimension nachhaltiger Bestandsentwicklung. Unser Anspruch ist es, Klimaschutz, Sanierung und Schadstoffmanagement zusammenzudenken – technisch sinnvoll, wirtschaftlich tragfähig und sozial verantwortungsvoll. 

Visualisierung eines Innenhofs mit Sitzbänken, Pergola und kleinem Teich.

Horstwalder Straße: Energetische Sanierung mit sozialem Fokus

In der Wohnanlage Horstwalder Straße / Kirchhainer Damm in Berlin-Lichtenrade begannen wir 2025 mit der umfassenden Sanierung von 194 Wohnungen. Das Projekt ist Teil der Transformation zum sogenannten Nachhaltigkeitshaus und verbindet energetische, ökologische und soziale Ziele. 

Im Mittelpunkt steht die energetische Sanierung der Gebäudehülle und Anlagentechnik. Der Energieverbrauch wird um rund 25 Prozent gesenkt, die CO₂-Emissionen um etwa 38 Prozent reduziert. Möglich wird dies durch gezielte Dämmmaßnahmen, den Einsatz von Wärmepumpen und Photovoltaik sowie durch Dach- und Fassadenbegrünung. Gleichzeitig bleibt die architektonische Identität der Anlage erhalten. 

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die soziale Nachhaltigkeit: Die bestehenden Seniorenwohnbereiche bleiben erhalten und werden aufgewertet. Beteiligungsformate wie Sanierungscafés, transparente Kommunikation und die Einbindung der Mieterschaft in die Gestaltung der Außenanlagen stärken Akzeptanz und Vertrauen. Neue Begegnungsräume und verbesserte Freiflächen erhöhen die Lebensqualität im Quartier langfristig. 

Menschen versammeln sich vor einem Wohngebäude unter einem Pavillon bei einer Informationsveranstaltung

Schöneberger Terrassen: Denkmalschutz und Sanierung im Einklang

Die Schöneberger Terrassen sind architektonisch prägend und stehen seit 2017 unter Denkmalschutz. Nach der Übernahme durch degewo begann eine schrittweise Sanierung, die den Erhalt der historischen Substanz mit Schadstoffbeseitigung und zeitgemäßem Wohnen verbindet. 

Im Jahr 2025 stand der zweite Sanierungsabschnitt in der Dominicusstraße 37/39 im Fokus. Wohnungen und Gemeinschaftsflächen wurden umfassend modernisiert: Bäder und Küchen erneuert, schadstoffbelastete Materialien entfernt, Türen instandgesetzt und Oberflächen aufgewertet. Gleichzeitig wurden Dachflächen gedämmt und Fenster denkmalgerecht instandgesetzt, um den energetischen Standard zu verbessern, ohne den architektonischen Charakter zu beeinträchtigen. 

Aufgrund der tiefgreifenden Eingriffe zogen die Mietenden vorübergehend aus den betroffenen Bereichen aus. Eine professionelle Mieterbetreuung begleitete Umzug, Kommunikation und Rückkehr. Die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt erleichterten die Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz und trugen zu einer effizienteren Umsetzung bei. Das Projekt zeigt, wie Sanierung im Bestand auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen gelingen kann. 

 

Hochhaus im Umbau mit Gerüst, Kran und Bauarbeiten an der Fassade.

Schlangenbader Straße: Pilotprojekt für einen komplexen Bestand

Die Wohnanlage Schlangenbader Straße, bekannt als „die Schlange“, ist eines der größten und anspruchsvollsten Sanierungsprojekte von degewo. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex aus den späten 1970er‑Jahren überbaut auf rund 600 Metern Länge die Autobahn 104 und bietet etwa 3.000 Menschen ein Zuhause. Nach mehr als 40 Jahren Nutzung besteht erheblicher technischer und energetischer Sanierungsbedarf. 

2025 startete degewo mit einem Pilotsegment in der Schlangenbader und Wiesbadener Straße. Geplant sind die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, neue Fenster, die Modernisierung der Anlagentechnik sowie die fachgerechte Beseitigung von Schadstoffen. Zusätzlich werden die Bäder umfassend saniert, um den Wohnkomfort spürbar zu erhöhen. 

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die enge Einbindung der Mieterschaft. Ein Sanierungsrat, flankiert von Informationsveranstaltungen, individueller Beratung und intensiver Betreuung, sorgt für Transparenz und Beteiligung. Das Projekt verbindet technische Lösungen mit sozialer Verantwortung und liefert wichtige Erkenntnisse für die Sanierung großer, komplexer Bestände.