Die kleinen Stromfresser im Haushalt

Illustration der Erklärfigur Kalle. Er steht in einem Raum, hat einen Staubsauger in der Hand. Daneben steht ein Bügelbrett mit Bügeleisen. Auf einem Regal stehen Mixer, Bohrmaschine und weitere Geräte. Es ist ein Sicherungskasten zu sehen.

Nicht nur die Großen haben es auf den Strom aus der Dose abgesehen, auch kleine Haushaltsgeräte ziehen eifrig Saft aus der Leitung. Zwar sind die größten Stromfresser Kühlschrank, Herd und Waschmaschine, doch auch bei den Kleinen lohnt sich ein zweiter Blick.

Bügeln Sie der Stromrechnung eins über 

Hätten Sie gedacht, dass Sie Ihren Bügelvorgang erleichtern und dabei auch noch Geld sparen können? Wir reden hier aber nicht von einer Bügelstation. (Die bügelt auch nicht von allein und benötigt dabei trotzdem meist mehr Energie als ihr normales Bügeleisen.)

Der Wäscheberg in der Ecke hat etwas Gutes, denn Sie bügeln offenbar keine Einzelstücke. Optimal wäre es, wenn Sie die Wäsche nach dem Waschen direkt aus der Waschmaschine genommen und aufgehängt hätten. Je länger die Wäsche in der Maschine liegt, desto faltiger wird sie – und desto anstrengender wird der Bügelvorgang. Und, Sie ahnen es schon, das kostet Sie mehr Strom. Wenn Sie beim Kauf neuer Kleidung noch auf leicht bügelbare Materialien achten, dann fliegen Sie nur so mit dem Eisen über den Stoff!

Wenn der Sauger leise prustet

Was kann man beim Staubsaugen schon falsch machen? Beim Staubsauger kommt es vor allem auf das Zusammenspiel aller Einzelteile und Aufsätze an und darauf, wie voll der Staubsaugerbeutel ist. Je voller der Beutel, desto schlechter die Saugleistung. Da sich die Stromkosten für den Staubsauger je nach Leistung und Alter lediglich zwischen 5 bis 30 Euro im Jahr bewegen, schicken Sie ihr altes Gerät erst in Rente, wenn es nicht mehr läuft.

Planen Sie eine Neuanschaffung, achten Sie auf die Details: Je weniger Watt, desto günstiger ist das Gerät im Verbrauch, je kleiner der angegebene Dezibelwert, desto angenehmer wird der Saugvorgang. (Moderne Geräte liegen bei etwa 65 Dezibel, was ziemlich leise ist.) Und falls es ein Saugroboter werden soll, überlegen Sie sich das gut. Die kleinen Geräte verfügen nur über wenig Leistung und benötigen immer wieder Strom, dabei können sie längst nicht mit den Großen mithalten.

Einmal im Kreis und schon ganz heiß

Es hat fast etwas Meditatives, wenn sich das Essen auf dem Mikrowellenteller dreht. Aber wir müssen Ihre Freude am Anblick trüben, die Mikrowelle ist im Vergleich zum Herd eine Stromfresserin! Klar, wenn es schnell gehen muss und Sie schon da ist, dann rein mit den Nudeln von gestern. Bei diesen kleinen Mengen ist sie sehr günstig im Verbrauch. 

Aber wenn Ihnen Ihre Stromabrechnung lieb ist, dann setzen Sie auf den Herd. Schon ab 250 Milliliter lohnt sich das. Dabei gilt es lediglich den richtigen Topf mit Deckel (je kleiner, desto besser) und die passende Herdplatte zu finden. Der Topf sollte niemals kleiner als die Herdplatte sein. Auch wenn es schön rot leuchtet, die Platte ist zu groß und heizt den umliegenden Raum unnötig mit.

Braun gebrannt und knusprig kross

Sonntagmorgen, die Sehnsucht nach frischen, warmen Brötchen (oder Schrippen oder Semmeln, egal wie Sie sie nennen) ist groß. Den Weg zum Bäcker sparen Sie sich heute, denn im Schrank liegen noch Brötchen von gestern. Damit die wieder so schmecken wie frisch vom Bäcker, stehen Sie vor einer Herausforderung: Backofen, Mikrowelle oder Toaster? Was ist günstig und schnell? Spoiler: Der Backofen ist es nicht. Ihr Backofen ist zu groß! Es sei denn, Sie möchten als Großfamilie Brötchen aufbacken, andernfalls lohnt es sich kaum, das Gerät aufzuheizen. In der Zeit, die ihr Ofen zum Warmwerden braucht, hält die Mikrowelle schon das Ergebnis bereit.

Die Mikrowelle mit Heißluftfunktion ist eine großartige Erfindung, schließlich lassen sich hier schneller und günstiger als im Backofen zahlreiche Backwaren zubereiten. Dabei benötigt die Mikrowelle aufgrund des geringeren Volumens auch deutlich weniger Energie als der große Backofen.

Doch wenn Sie einen Toaster besitzen, dann steht der Held unter den kleinen Geräten im Haushalt bereits vor ihnen. Die meisten Toaster kommen mit 800 bis 1.200 Watt aus. Wird für das Aufbacken Ihrer Brötchen mit einer mittleren bis hohen Leistung gerechnet, kostet ein Backvorgang lediglich 0,03 Cent. Der gleiche Vorgang im Backofen würde die Brötchen schon um 0,20 Cent teurer machen und erheblich länger brauchen. 

Die Qual der Wahl beim Neukauf

Das alte Gerät ist kaputt und ein neues muss her? Beim Kauf lohnt es sich, auf Stromverbrauch, Leistung und Langlebigkeit zu achten. Orientierung kann bei entsprechend gekennzeichneten Produkten zum Beispiel das Umweltzeichen „Blauer Engel“ bieten. Welche Kriterien ein Produkt dafür erfüllen muss, erfahren Sie auf der Website  des Blauen Engels.

Einfach mal den Stecker ziehen

Und bevor Sie fragen, egal ob groß oder klein, den Stecker sollten Sie immer ziehen. Zum einen verbraucht jedes Elektrogerät weiterhin Strom, solange es mit dem Netz verbunden ist. Zum anderen könnte es auch mal brennen, falls sich das Gerät im falschen Moment wieder einschaltet. Es lohnt sich also doppelt.

Illustration der Erklärfigur Kalle. Er steht in der Küche und hat ein Kabel in der Hand. Hinter ihm stehen Herd, Kaffeemaschine und Kühlschrank. Letzterer ist offen.

Stromfresser im Haushalt erkennen

Waschmaschine, Herd, Kühlschrank: Diese Geräte verbrauchen viel Strom. Hier erfahren Sie, wo Sie im Alltag Energie und Kosten sparen.

Illustration der Erklärfigur Kalle. Es ist ein Podest zu sehen. Auf dem ersten Platz steht die Waschmaschine, auf dem zweiten Platz der Kühlschrank. Kalle zeichnet den dritten Platz, eine Lampe, aus.

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