Außenflächen gemeinsam nutzen – worauf es ankommt

Illustration der Kalle-Erklärfigur. Diese sitzt draußen auf einer Bank, hat die Augen geschlossen und genießt die Sonne. Hinter im stehen ein Wohnhaus und Bäume.

Sobald die Temperaturen steigen, werden Innenhöfe, Grünflächen und gemeinschaftliche Außenbereiche wieder zum Treffpunkt im Alltag. Kinder spielen draußen, Nachbarinnen und Nachbarn genießen die Sonne oder verbringen gemeinsam Zeit im Hof. Damit sich dabei alle wohlfühlen, helfen gegenseitige Rücksichtnahme und einige gemeinsame Regeln.

Gemeinschaftsflächen gehören allen

Innenhöfe, Grünanlagen und Außenbereiche stehen allen Mieterinnen und Mietern gleichermaßen zur Verfügung. Damit das Zusammenleben funktioniert, sollten diese Flächen so genutzt werden, dass niemand gestört, eingeschränkt oder gefährdet wird. Gleichzeitig spielen auch Sicherheit, Pflege und Instandhaltung eine wichtige Rolle. Deshalb gelten auf Gemeinschaftsflächen teilweise andere Regeln als im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon.

Planschbecken auf Gemeinschaftsflächen

An heißen Tagen wirkt ein kleiner Pool im Innenhof zunächst unkompliziert. Auf Gemeinschaftsflächen sind Planschbecken allerdings nicht erlaubt. Schon kleine Wasserflächen können schnell zur Rutsch- oder Unfallgefahr werden – besonders dort, wo viele Menschen oder kleine Kinder unterwegs sind. Zusätzlich können Wege oder Grünflächen beschädigt werden. Auch Fragen rund um Aufsicht, Hygiene oder mögliche Schäden lassen sich auf gemeinschaftlich genutzten Flächen oft nicht eindeutig klären.

Grillen im Innenhof oder auf Grünflächen

Für viele gehört Grillen im Sommer einfach dazu. Auf Gemeinschaftsflächen ist Grillen jedoch grundsätzlich nicht gestattet – unabhängig davon, ob mit Holzkohle-, Gas- oder Einweggrill. Rauch, Gerüche und Geräusche verbreiten sich gerade in Innenhöfen oft schnell und können andere Mietende stören. Gleichzeitig erhöhen offene Flammen und heiße Grillgeräte das Brandrisiko.

Wer trotzdem draußen grillen möchte, kann dafür ausgewiesene Grillflächen in Berlin nutzen. Dort ist Grillen unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. 

Gartenmöbel, Pavillons und dauerhafte Aufbauten

Zusätzliche Sitzgelegenheiten, Sonnenschirme oder Pavillons machen Außenflächen schnell gemütlich. Dauerhafte private Aufbauten auf Gemeinschaftsflächen sind trotzdem nicht erlaubt. Bleiben Möbel oder größere Gegenstände dauerhaft stehen, entsteht schnell der Eindruck, einzelne Bereiche würden privat genutzt oder reserviert.

Außerdem können solche Aufbauten:

  • Pflege- und Wartungsarbeiten erschweren,
  • Wege einschränken,
  • Unfallrisiken erhöhen,
  • oder Grünanlagen beschädigen.

Spielen auf Außenflächen

Kinder sollen draußen spielen und gemeinschaftliche Außenflächen dafür nutzen können. Gleichzeitig braucht es auch hier Rücksicht auf andere Mietende sowie auf Gebäude und Grünflächen. Fußballspiele direkt an Hauswänden, riskante Fahrten in engen Bereichen oder dauerhaft abgestellte Spielsachen können schnell zu Schäden oder Behinderungen führen. Wichtig ist deshalb, dass Wege frei bleiben und gemeinsame Flächen von allen sicher genutzt werden können.

Rücksichtnahme, Ruhezeiten und Sicherheit

Gerade an warmen Abenden wird oft unterschätzt, wie schnell sich Geräusche in Innenhöfen und zwischen Häusern ausbreiten. Damit sich alle wohlfühlen können, ist ein rücksichtsvolles Miteinander besonders wichtig. Lautstarke Feiern, Musikanlagen oder nächtliche Treffen mit hoher Lautstärke sind auf Gemeinschaftsflächen deshalb nicht erlaubt.

Die Ruhezeiten gemäß unserer Hausordnung sind zwischen 20 und 7 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr.

Sauberkeit und Müllentsorgung

Gerade in den Sommermonaten fällt auf Gemeinschaftsflächen oft mehr Müll an. Damit Innenhöfe, Wege und Müllstandplätze sauber bleiben, ist ein achtsamer Umgang besonders wichtig. Bitte entsorgen Sie Hausmüll immer in den dafür vorgesehenen Tonnen und achten Sie auf die richtige Mülltrennung.

Sperrmüll, Elektrogeräte oder größere Gegenstände sollten nicht an Müllstandplätzen oder im Außenbereich abgestellt werden. Solche Ablagerungen beeinträchtigen nicht nur das Wohnumfeld, sondern können auch zusätzliche Entsorgungskosten für degewo verursachen.

Nutzen Sie für größere Gegenstände bitte die vorgesehenen Sperrmüllangebote oder Recyclinghöfe in Berlin. So bleiben Außenanlagen sauber und für alle gut nutzbar.

Müll richtig trennen leicht gemacht

Was gehört in die Gelbe Tonne, was in den Restmüll und wohin mit Sperrmüll oder Elektrogeräten? Mit der richtigen Mülltrennung helfen Sie dabei, Außenanlagen sauber zu halten und Entsorgungskosten zu reduzieren.

Pflanzen, Hochbeete und eigenes Gärtnern

Viele Mietende möchten Außenbereiche gern grüner gestalten oder selbst Kräuter und Blumen pflanzen. Zusätzliche Hochbeete oder eigene Bepflanzungen auf Gemeinschaftsflächen sind dennoch nicht möglich. Sie erschweren häufig die Pflege der Außenanlagen und führen schnell zu unterschiedlichen Nutzungsansprüchen.

Gemeinschaftsflächen sollen für alle offen und nutzbar bleiben – ohne feste Abgrenzungen oder dauerhaft belegte Bereiche.

Damit sich alle wohlfühlen

Gemeinschaftliche Außenflächen funktionieren besonders gut, wenn alle Rücksicht aufeinander nehmen. Mit einem achtsamen Umgang tragen Sie selbst dazu bei, dass Innenhöfe und Grünanlagen sauber, sicher und angenehm für alle bleiben.

Illustration der degewo-Erklärfigur Kalle zum Thema Hausordnung. Zu sehen ist ein Treppenhaus, in dem ein Kind Skateboard fährt. Kalle verweist auf die Hausordnung am Aushang.

Hausordnung fürs Zusammenleben

Die Hausordnung regelt das Zusammenleben im Haus – von Ruhezeiten bis Müllentsorgung. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.

Illustration der degewo-Erklärfigur Kalle beim Grillen im Garten

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