Hausmüll richtig entsorgen: Was gehört in welche Tonne?

Illustration der degewo-Erklärfigur Kalle zum Thema Mülltrennung. Kalle steht mit einem Müllbeutel in der Hand vor verschiedenen Tonnen.

Die leere Milchpackung in der einen Hand, der Pizzakarton in der anderen – und dann die Frage: Wohin eigentlich damit? Mülltrennung gehört zum Alltag dazu. Und auch wenn es manchmal kompliziert wirkt, mit ein paar einfachen Regeln klappt es schnell ganz automatisch.

Jetzt mal ehrlich: Wie oft stehen Sie vor den vielen Mülltonnen und fragen sich, wohin nochmal mit dem leeren Pizzakarton? Wir erklären Ihnen, wie Sie den Müll richtig trennen und dabei auch noch Geld sparen können.

Papier wird zu neuem Papier verarbeitet, aus Bioabfällen entstehen Kompost und Biogas und viele Verpackungen können wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Wer sorgfältig trennt, hilft also dabei, Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Noch besser ist es natürlich, wenn Müll möglichst gar nicht erst entsteht – viele einfache Tipps zur Müllvermeidung lassen sich dabei unkompliziert in den Alltag integrieren.

Mülltrennung spart Kosten

Schon gewusst? Restmüll ist für uns als Vermieterin in der Entsorgung am teuersten – und das schlägt sich in Ihren Betriebskosten nieder. Je besser Wertstoffe getrennt also werden, desto weniger unnötige Kosten entstehen. Werden Abfälle falsch entsorgt oder landen neben den Tonnen, muss häufig zusätzlich entsorgt werden. Gleichzeitig bleiben unsere Müllplätze durch richtige Mülltrennung sauber und gut nutzbar für alle Bewohnerinnen und Bewohner.

Deshalb bitte Sperrmüll, alte Möbel oder Elektrogeräte niemals einfach neben den Tonnen abstellen. Gerade größere Gegenstände blockieren schnell Wege, ziehen weiteren abgestellten Müll an und erschweren die Nutzung der Müllplätze.

Was gehört wohin?

Nicht immer ist auf den ersten Blick klar, welche Abfälle in welche Tonne gehören. Wenn Sie bei einzelnen Gegenständen unsicher sind, können Sie einen Blick ins Abfall-ABC der Berliner Stadtreinigung (BSR) werfen oder das eigene Wissen in einem Abfallquiz testen. Mit ein paar einfachen Regeln wird die Mülltrennung auch bei Ihnen schnell zur Routine: 

Restmüll

In die Restmülltonne gehört alles, was sich nicht mehr recyceln lässt. Dazu zählen beispielsweise Hygieneartikel, Staubsaugerbeutel, Katzenstreu oder stark verschmutzte Verpackungen. Auch kaputtes Geschirr oder Porzellan gehören in den Restmüll. Wichtig ist dabei: Nicht alles, was kaputt oder ausgedient hat, gehört automatisch in diese Tonne. Elektrogeräte, Batterien oder schadstoffhaltige Abfälle dürfen dort nicht entsorgt werden, da sie Umwelt und Gesundheit belasten können. Und manches müssen Sie vielleicht gar nicht sofort entsorgen: Oft lassen sich Geräte mit kleinen Reparaturen noch weiter nutzen.

Das gehört hinein:
  • Hygieneartikel
  • Staubsaugerbeutel
  • Katzenstreu
  • verschmutzte Verpackungen
  • benutzte Taschentücher
  • kalte Asche
  • kaputtes Geschirr oder Porzellan
  • stark verschmutzte Pizzakartons
  • Einwegmasken
Das gehört nicht hinein:
  • Batterien
  • Elektrogeräte
  • Farben und Lacke
  • Energiesparlampen
  • Schadstoffe aller Art
  • Altglas
  • Verpackungen aus Kunststoff oder Metall
  • Papier und Kartons

Bioabfall

Viele Küchenabfälle können sinnvoll weiterverwertet werden. Essens-, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Teebeutel oder verwelkte Blumen werfen Sie in die Biotonne. Aus diesen Abfällen entstehen unter anderem Kompost und Biogas – ein wichtiger Beitrag für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Verpackungen, Glas oder Plastiktüten haben hingegen in der Biotonne nichts zu suchen. Deshalb lohnt sich vor dem Entsorgen oft noch ein kurzer zweiter Blick.

Das gehört hinein:
  • Essensreste
  • Obst- und Gemüsereste
  • Kaffeesatz und Teebeutel
  • verwelkte Blumen
  • Eierschalen
  • Küchenpapier in kleinen Mengen
  • Brotreste
Das gehört nicht hinein:
  • Plastikbeutel
  • Verpackungen
  • Glas
  • Zigarettenkippen
  • Katzenstreu
  • Windeln
  • „kompostierbare“ Plastiktüten

Papier

Papier und Karton lassen sich besonders gut recyceln: Zeitungen, Schreibpapier, Versandkartons oder Verpackungen aus Papier gehören in die Papiertonne. Stark verschmutzte oder fettige Verpackungen, etwa benutzte Taschentücher oder ölige Pizzakartons, landen dagegen in den Restmüll. Ein einfacher Tipp für Ihren Alltag: Falten Sie große Kartons vor dem Entsorgen zusammen. So ist mehr Platz in der Tonne und der Müllplatz bleibt ordentlich.

Das gehört hinein:
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Schreibpapier
  • Kartons und Pappverpackungen
  • Prospekte und Briefe
  • Eierkartons
  • Geschenkpapier ohne Beschichtung
Das gehört nicht hinein:
  • fettige Pizzakartons
  • benutzte Taschentücher
  • Kassenzettel
  • beschichtete Verpackungen
  • stark verschmutztes Papier
  • Backpapier

Verpackungen und Wertstoffe

Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen gehören in die Gelbe Tonne beziehungsweise Wertstofftonne. Dazu zählen zum Beispiel Joghurtbecher, Konservendosen, Getränkekartons oder andere Kunststoffverpackungen aus dem Haushalt. Wenn Sie sich auch schonmal gefragt haben, ob Verpackungen vor dem Entsorgen aufwendig gespült werden müssen, können wir Sie beruhigen. Das ist nicht notwendig: Es reicht völlig aus, wenn sie restentleert sind. Besteht eine Verpackung aus unterschiedlichen Materialien, sollten diese möglichst voneinander getrennt werden. Außerdem hilft es, wenn Sie Verpackungen vor dem Entsorgen platzsparend zusammenzudrücken.

Das gehört hinein:
  • Joghurtbecher
  • Konservendosen
  • Getränkekartons
  • Plastikverpackungen
  • Aluminiumdeckel
  • Kronkorken
  • leere Shampoo- oder Spülmittelflaschen
Das gehört nicht hinein:
  • Elektrogeräte
  • Batterien
  • Glas
  • Papier
  • stark verschmutzte Verpackungen
  • Restmüll

Glas

Altglas sollte immer getrennt nach Farben in die vorgesehenen Glascontainer entsorgt werden. Weißglas zu Weißglas, Braunglas zu Braunglas und Grünglas zu Grünglas. Schön bunt darf es im grünen Glascontainer werden, hier können Sie auch blaues und rotes Glas entsorgen. Andere Glasarten wie Fensterglas, Spiegel oder Trinkgläser gehören dagegen nicht in den Altglascontainer, da sie anders verarbeitet werden müssen. Falls Sie unsicher sind, entsorgen Sie solche Gegenstände besser über den Recyclinghof.

Das gehört hinein:
  • Flaschen
  • Konservengläser
  • Glasbehälter
  • Parfümflaschen ohne Pumpe
Das gehört nicht hinein:
  • Trinkgläser
  • Fensterglas
  • Spiegel
  • Keramik oder Porzellan
  • Glühbirnen
  • hitzebeständiges Glas

Recyclinghöfe der BSR

Ob Sperrmüll, Elektrogeräte oder alte Farben: Auf den Berliner Recyclinghöfen können Sie viele Abfälle fachgerecht entsorgen und damit wertvolle Rohstoffe recyceln.

Schadstoffe richtig entsorgen

Manche Abfälle enthalten Stoffe, die Umwelt und Gesundheit belasten können. Dazu gehören zum Beispiel Farben, Lacke, Batterien, Energiesparlampen oder Medikamente. Diese Stoffe dürfen deshalb weder in den Restmüll noch in andere Hausmülltonnen gelangen.

Besonders Batterien oder Elektrogeräte enthalten Materialien, die gesondert verarbeitet werden müssen. Viele Supermärkte und Drogerien bieten dafür eigene Sammelboxen an. Andere Schadstoffe können bei Recyclinghöfen oder speziellen Sammelstellen abgegeben werden. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch dafür, dass wertvolle Rohstoffe wiederverwendet werden können.

Gemeinsam klappt’s besser

Mülltrennung muss nicht kompliziert sein. Oft reichen schon kleine Gewohnheiten im Alltag, damit die Entsorgung reibungslos funktioniert. Wenn Sie Verpackungen richtig trennen, helfen Sie dabei, Müllplätze ordentlich zu halten und unnötigen Müll rund um die Tonnen zu vermeiden. Davon profitieren am Ende alle: Wertstoffe können recycelt, Ressourcen geschont und unnötige Zusatzkosten vermieden werden. Gleichzeitig bleiben Müllplätze sauber und für alle Bewohnerinnen und Bewohner gut nutzbar – eine wichtige Grundlage für ein gutes Zusammenleben in der Nachbarschaft. 

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